Andreas Mehl

Angststörungen

Angststörungen sind häufig auftretende psychische Erkrankungen. 15 % der Menschen entwickeln im Laufe ihres Leben eine Angststörung.

Es gibt unterschiedliche Formen von Angststörungen:

  • Bei der Agoraphobie liegt eine Angst vor Menschenmengen, öffentlichen Plätzen und der Furcht, alleine weit zu verreisen vor.
  • Menschen mit einer Panikstörung leiden an wiederholten plötzlichen Angstattacken, die sich in körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot/ Engegefühl in der Brust, Schwindel, Zittern, Übelkeit/Magenbeschwerden, Kribbel- oder Taubheitsgefühlen zeigen sowie mit der Angst vor Kontrollverlust oder Angst zu sterben einhergehen können. Weiterhin kann es zu dem Gefühl kommen, dass die Umgebung als unwirklich wahrgenommen wird oder man sich selbst weit entfernt oder „nicht wirklich hier“ fühlt.
  • Bei der sozialen Phobie geht es um die Angst vor negativer Bewertung in sozialen Situationen.
  • Bei einer spezifischen Phobie liegt eine Angst vor einer konkreten Situation (z.B. Höhe, Spinnen, Autofahren, Anblick von Blut) vor.
  • Von einer generalisierten Angststörung spricht man bei übergreifenden Ängsten. Häufig spielt die Sorge, man selbst oder ein Angehöriger könnte demnächst erkranken oder einen Unfall haben eine große Rolle und geht mit unterschiedlichen Symptomen einher.
  • In der verhaltenstherapeutischen Behandlung kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Neben einer Aufklärung über Angst gehören dazu das gezielte Aufsuchen von angstauslösenden Reizen ohne Vermeidung (Exposition), die Arbeit mit angstauslösenden Gedanken, der Abbau von Sicherheitsverhalten, Einführung von Entspannungstechniken, Akzeptanzübungen und Rückfallvorsorge.