Am häufigsten treten bei einer Zwangsstörung sowohl Zwangsgedanken (sich wiederholende und aufdrängende Gedanken, die als übertrieben erlebt werden und gegen die Widerstand geleistet wird), als auch Zwangshandlungen (Zwangsrituale wie Händewaschen, Kontrollieren, Sauber machen, Ordnen oder gedankliche Rituale wie Zählen) auf. Begleitet wird das Geschehen oft von einer Angst (bei Unterlassen könnte etwas Schlimmes passieren) oder Ekel.
In der S3-Behandlungsleitlinie ist eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung mit Exposition mit Reaktionsmanagement empfohlen. Das bedeutet, dass eingebettet in das therapeutische Setting, im Zuge der Behandlung die angst- und oder/ ekelauslösenden Situationen aufgesucht werden und gleichzeitig die Zwangsrituale unterlassen werden.